Presseberichte

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Hubertustag: Bilanz und Gebete

007.11.11

Bad Aibling - Am Hubertustag gedachten die Jagdgenossen und einige Jäger am Fischerkreuz in Waschbrunn ihrer verstorbenen Mitglieder. Hermann Kreil empfing die Teilnehmer. Er sprach von der Notwendigkeit, sich Zeit für besinnliche Stunden zu nehmen und Hektik abzulegen.
 
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Hermann Kreil gedachte am Fischerkreuz in Waschbrunn den verstorbenen Jagdgenossen. Foto gilg
"Erfreulich ist, dass das Jagdjahr wieder gut verlaufen ist", so Kreil, der auch auf ein friedliches Jahr 2012 hoffe. Mit einigen Gebeten, die Sigi Rass allein und alle gemeinsam sprachen, wurde besonders der verstorben Jagdgenossen und Freunde der Jagd gedacht.
Hermann Kreil sprach die Fürbitten. Eine besondere Note gaben der Feier die Jagdhornbläser, deren Signale in der Nacht weithin zu hören waren. og




Mit Greifvögeln und ohne Gewehr auf die Jagd gehen

18.07.11

Erstmalig präsentierte sich die Jagdgruppe Bad Aibling mit einem großen Programm der Öffentlichkeit. Der Familientag rund um die Themen Jagd und Natur wurde bestens angenommen. Bei den Vorführungen und Aktionen bildeten sich Schlangen.


Die Jagdhornbläser erfreuten die Gäste mit ihren musikalischen Jagdsignalen. Fotos Gilg

© OVB

Die Jagdhornbläser erfreuten die Gäste mit ihren musikalischen Jagdsignalen. Fotos Gilg

Bad Aibling - Ein Außerordentliches Glück hatte die Jagdgruppe Bad Aibling mit dem Wetter bei ihrem "Familientag Jagd und Natur". Im Gegensatz zu den vorangegangen Tagen schien dauerhaft die Sonne. Gut gewählt war auch das Gasthaus "Filzenklas" wo den Besuchern sonnige und schattige große Plätze und ein reichliches Angebot an schmackhaften Speisen und durststillenden Getränken geboten wurden.

Weit hörbar eröffneten die Bläser der Jagdhornbläser den Familientag, zu dem der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling Bernd Schumacher die zahlreich gekommenen Besucher empfing. Unter den Gästen waren besonders viele Kinder.

Großes Interesse fand die Vorführung der Falknerei Schreyer, die vier unterschiedliche Falken mitgebracht hatte. Wolfgang Schreyer erzählte einiges über die langjährige Geschichte der Beizjagd, die Pflege der Greifvögel und ihre Verwendung als Jäger. Einen besonderen Spaß bereitete es einigen mutigen Buben und Mädchen, auf deren Händen sich ein Habicht niederließ, um Futter zu bekommen. Besonders beeindruckend war der Adler, den die Falkner mitbrachten.

Trotz der großen Schar von Zuschauer, ließen sich außerdem eine Reihe von Jagdhunden nicht irritieren und zeigten, wie gut sie erzogen sind, wie schnell sie die Fähre nach einem erlegten Wild aufnehmen und selbst Dackel bestens gehorchen, obwohl behauptet wird, dass ein Dackel nur das mache, was er will.

Neben den Spielmöchlichkeiten, die der Filzenklas-Wirt bietet, bauten die Jäger eine Grillstation auf, auf der Kinder selbst Wildbratwürstel grillen konnten. Wenige Meter daneben stand ein überdachtes Zelt, in dem Buben und Mädchen mit Hilfe ihrer Eltern unterschiedliche Vogelhäuschen bauten oder mit verschiedenem Materialien für Wildbienen und Insekten Unterschlupfmöglichkeiten bohrten und bastelten. Die Werke konnten die Kinder abschließend mit nach Hause nehmen.

Interessant war auch der Waldlehrpfad, eine Reihe von Schautafeln über die heimische Tierwelt und die Vorführung des Sternekochs, der einige Tipps für die Zubereitung von Wildbret gab.

Wer sich über die Ausbildung zu einem Jäger oder jagdliches Brauchtum interessierte, der erhielt bei Schumacher oder anderen Jägern Antworten. og


04.05.1011

Pirsch" nach Jungjägern

Der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Bernd Schumacher (rechts) mit den geehrten Mitgliedern. Foto Gilg

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Der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Bernd Schumacher (rechts) mit den geehrten Mitgliedern. Foto Gilg

Bad Aibling - Mit dem Signal "Begrüßung" eröffneten die Jagdhornbläser die Versammlung im Saal des Gasthauses Kriechbaumer in Mietraching. Mit einem letzten Halali wurde der im vergangenen Jahr verstorbenen Jäger Josef Stein, Hans Stahuber und des langjährigen Hornmeisters Herbert Brenner gedacht.

In seinem Jahresbericht erinnerte der Vorsitzende Bernd Schumacher an die mit einigen aktiven Mitgliedern durchgeführte Eulenausstellung der Wildlandstiftung an vier Schulen im Altlandkreis, die Organisation des Verkehrssicherheitsseminars in Westerndorf St. Peter und die Einweihung des "Fledermaushotels" in der Kreuzstraße Gemeinde Bad Feilnbach.

Ein erfreuliches Echo fand wieder die Hubertusfeier in der Kirche von Weihenlinden und im Gasthaus Bartl. Ein Höhepunkt im Vereinsjahr war die Pflichthegeschau in Ellmosen. Unter den Veranstaltungen, die der BJV durchführte und besuchte, waren die Anhörung des Bayerischen Staatsministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Regierungsbezirksversammlung Helmut Brunner besonders wichtig.

Auf dem Programm des Vereinsvorsitzenden stand auch die Teilnahme an Seminaren, bei denen es um das Jagdrecht und das Niederwild ging. Mit der Unteren Jagdbehörde beim Landratsamt Rosenheim wurden der Abschussplan und das Komoranproblem am Chiemsee besprochen. Mit dabei war Schumacher auch bei Veranstaltungen der Waldbauern, Fischer, Almbauern, bei Waldbegehungen und Veranstaltungen benachbarter Jagdgruppen.

Kassier Winfried Hamann konnte von einem Kassenüberschuss von etwas mehr als 2000 Euro und einem zufriedenstellenden Gesamtvermögen berichten. Sorgen bereitet ihm lediglich, dass das Durchschnittsalter der 257 Mitglieder bei 62 Jahren liegt. Die Zahl der jungen Jäger sei ausgesprochen gering. Werbemaßnamen hält Hamann für dringend notwendig.

Einen interessanten Vortrag hielt die Justitiarin im BJV, Barbara Frank, über das Waffenrecht, das seit dem 1. April 2003 in Kraft ist. Sie ging besonders auf den Teil ein, der die Jäger betrifft. Sie sprach von dem waffenrechtlichen Bedürfnis der Jäger bei der Jagdausübung, die nur möglich sei, wenn der Jäger im Besitz eines gültigen Jagdscheines und einer Waffenbesitzkarte sei. Ausführlich sprach Barbara Frank die persönliche Eignung und waffenrechtliche Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern an, die auch schnell durch Straftaten verloren gehen können, die mit der Jagd nichts zu tun hatten. Sie ging außerdem auf den Waffentransport bei Revierfahrten und anderen Transporten, etwa zum Waffenhändler, und die Sorgfalt bei der Aufbewahrung von Kurz- und Langwaffen sowie der dazu gehörenden Munition ein.

Die Jäger Balthasar Biechl, Johann Huber und Martin Kaffl wurden für ihre 25-jährige Vereinstreue von Vorstand Schumacher geehrt. Urkunden für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Irmengard Hohenthal und Bergen und Fritz Wimmer. Ein halbes Jahrhundert gehören Josef Schauder und Johannes Dietrich der Aiblinger Jagdgruppe an. og



14.03.2011

Abschussplan zu 100 Prozent erfüllt

Elfmal Gold, 27-mal Silber und 48-mal Bronze wurde bei der Hegeschau an die Trophäen der Jagdgruppe Bad Aibling vergeben. Außergewöhnlich in der Saison: ein Hirsch wurde erlegt, der sich vermutlich aus den nahen Bergen in das Gebiet der Aiblinger Jagdgruppe verlaufen hatte.

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Zahlreiche Trophäen wurden zur Schau gestellt. Fotos gilg

Bad Aibling - Wie es bei der Jagdgruppe Bad Aibling üblich ist, eröffneten die Jagdhornbläser die Hegeschau der Jagdgruppe Bad Aibling. Vorstand Bernd Schumacher ging eingangs kurz auf die Wildfütterung im Winter ein, die von einigen Kritikern nicht für notwendig gehalten wird.

Als "schön" bezeichnete Landrat Josef Neiderhell in seinem Grußwort die zur Schau gestellten Trophäen. "Dies ist eine Bestandsaufnahme, was die Jäger tun", so Neiderhell, der auch die Problematik mit Bibern ansprach. So nannte er Möglichkeiten, wie die Biber, von denen es im Aiblinger Gebiet 550 geben soll, reduziert werden könnten. Dazu wäre aber eine Genehmigung zur Bejagung notwendig. "Ebenfalls liegt mir der Wolf am Herzen", so der Landrat. Nach seinem Dafürhalten sollte man ihm das Leben hier möglichst schwer machen, damit er vielleicht fern bleibt.

Im Namen der Stadt Bad Aibling hieß Bürgermeister Felix Schwaller die Jäger willkommen. Er sprach von einem guten Verhältnis zwischen den Jägern und der Stadt, die, Maxlrain ausgenommen, der größte Grundbesitzer ist. Ein Problem mit dem Biber gibt es im Stadtgebiet nach seinen Worten nicht.

Einen interessanten Vortrag hielt Diplom-Biologe Thomas Schreder mit dem Titel "Ansätze im Waldbau". Der Referent bezeichnete die Jäger als Anwälte des Wildes und Partner der Jagdgenossen, sprach von der Bevölkerungsdichte (230 Bewohner auf Quadratkilometer bei 82 Millionen Gesamtbevölkerung) und den Herausforderungen durch den Strukturwandel.

Schreder ging kurz auf die Schwarzwildregulation, die Einbrüche bei den Feldhasen, die Alternativen zum Maisanbau und den Lebensraum von Nieder- und Rotwild ein. Gesprochen wurde auch von dem Projekt "Mensch-Wild-Kulturlandschaft", der notwendigen Kontaktpflege zu den Jagdgenossen, dem Waldzuwuchs und der Verhinderung von Wildschäden. Abschließend sprach Schreder von der Notwendigkeit den Wald als naturnahe Lebensgemeinschaft zu stützen und dass zu Wald und Feld auch Wild gehört.

Von einer erfreulichen Entwicklung der Holzpreise sprach Dr. Georg Kasberger von Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim. Er sprach von der Erhaltung von Grünflächen, dem notwendigen Anbau der Tanne, der Sorge um zu wenig Nadelholz und dem Borkenkäferproblem.

Kasberger informierte über die Erstellung von digitalen Karten. Informativ sei für die Bevölkerung die Holzzuwachsuhr, die an Landrat Neiderhell anlässlich des "Internationalen Jahres der Wälder" übergeben wurde. Danach wächst im Landkreis jede Minute ein Kubikmeter Holz (wir berichteten).

Erfreulich war der Bericht von Andreas Oeckl von der Unteren Jagdbehörde des Landratsamtes Rosenheim. Demnach wurde der Abschuss von Rehwild auf das jährliche Drittel in allen Hegegemeinschaften erfüllt (103,0 Prozent in der Kreisgruppe). Das sind insgesamt 508 Böcke, 392 Geißen und 397 Kitze, dazu 290 Fallwilde. Bei dem nicht abschusspflichtigen Wild wurden außergewöhnlich viele Rabenkrähen (853) und Füchse (541) erlegt.

Dass die Landwirte große Probleme mit dem Biber haben, beklagte der BBV-Kreisobmann Josef Bodmeier. Erfolgreich sei bisher die Abhaltung des Schwarzwildes hier zu Lande gewesen. Ein Schulterschluss mit dem Bayerischen Jagdverband ist notwendig, da es um das Eigentum der Bauern gehe. "Wir müssen hier Flagge zeigen", so Bodmeier, der den Jägern und Jägerinnen mit einem Weidmannsheil ein gutes Jagdjahr wünschte.

Für ihre Verdienste in der wildgerechten Hege konnte Bernd Schumacher an Christian Hilz und Michael Holzmeier, der durch seine Ehefrau Heidi vertreten war, die Wildhegenadel des Bayerischen Jagdverbandes samt Urkunde verleihen.

Mit Blumen wurde auch Hildegard Urian gedankt. Sie hat nun die alleinige Leitung der Jagdhornbläser, da der bisherige Leiter Herbert Brenner verstorben ist.



Jäger baten um Schutz

10.11.2010

Den Schutz des heiligen Hubertus in der Wallfahrtskirche von Weihenlinden zu erbitten ist eine liebgewordene Tradition der Jäger der Jagdgruppe Bad Aibling. Die Kirchenbänke waren in dem mit Fichten geschmückten Gotteshaus bis auf den letzten Platz belegt.

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Martin Obermaier erhielt als jüngster Jäger der Aiblinger Gruppe eine Urkunde.

Bad Aibling /Weihenlinden - Eine besondere Note gaben die Aiblinger Jagdhornbläxer dem Hubertusgottesdienst in der Wallfahrtskirche. Sie begrüßten am Kircheneingang die zahlreichen Kirchenbesucher und Pfarrer James Chakkiat mit den Ministranten beim Einzug mit Signalen. Den Gottesdienst gestalteten sie mit den Sängern der Lyra Lohholz musikalisch. Beeindruckend der Andachtsjodler während der Kommunionbereitung.

"Auf, auf in Gottes Nam'" sang der Männerchor Lyra Lohholz vor der Begrüßung durch den Pfarrherrn, der in seiner Predigt auf den notwendigen Schutz der Natur einging. Er sprach kurz die Legende des heiligen Hubertus an, den die Jäger als ihren Schutzpatron verehren.

Bei den Fürbitten wurde unter anderem darum gebeten, dass Mitgeschöpfe nicht zum leblosen Objekt degradiert werden, die Jagd kein sinnloses Treiben, wird das Miteinander von Mensch und Tier als Schöpfungsgemeinschaft nicht gleichgültig wird und die Aufgaben als Jäger und Heger verantwortungsvoll ausgeübt werden.

Wie es die Tradition will, schloss sich der kirchlichen Feier ein gemütliches unterhaltsames Beisammensein beim Bartl-Wirt in Högling an. Vorstand Bernd Schumacher konnte einige Vertreter aus den benachbarten Jägervereinen, der Marktgemeinde Bruckmühl und Stadt Bad Aibling besonders begrüßen. Während des Abends gab der Vereinsvorsitzende auch Tipps, wie die Jäger unsachlichen Konfrontationen begegnen sollen, die von Menschen kommen, die wenig oder nichts über die Arbeit der Jäger wissen.

Geehrt wurde der 18-jährige Martin Obermaier, der die Jägerprüfung mit Bravour bestanden hat. Zwei neue Mitglieder wurden vorgestellt. Auch erinnerte Schumacher an das plötzliche Ableben des langjährigen Jägers und Hornmeisters Herbert Brenner.

Zur Freude und Unterhaltung der Gäste trat die Jugend des Trachtenvereins D'Mangfalltaler Heufeld mit einem Tanz und Plattler auf. Ein Genuss war es, den Sängern der Lyra Lohholz zuzuhören, die almerische Lieder, Lieder von der Jagd und zum Schluss wie immer gewünscht das Lied "Rosemarie" vortrugen. og

 


Gedenkfeier am Fischerkreuz

07.11.2010

Bad Aibling - Weithin hörbar waren in der sternenklaren Nacht die Signale der Jagdhornbläser der Jagdgruppe Bad Aibling, die zur traditionellen Gedenkfeier der Jäger des Jagdbogens Mietraching 2 am Hubertustag am Fischerkreuz in Waschbrunn einluden.

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Die Jäger und Jägerinnen baten am Kreuz um den Schutz des heiligen Hubertus. Foto Gilg

Hermann Kreil richtete an die Teilnehmer Willkommensgrüße. Er ging kurz auf die Legende des heiligen Hubertus ein, den die Jäger bei dieser Feier um Schutz baten. Besonders gedacht wurde dem Jagdpächter und Hornmeister der Jagdbläser Herbert Brenner, der vor wenigen Tagen bei der Ausübung der Jagd unerwartet verstorben ist.

Kreil sprach die Fürbitten und Siegfried Raß als Vorbeter das Glaubensbekenntnis, allgemeine Fürbitten und letztlich das Vaterunser sowie das "Gegrüßet seist du, Maria". Die beeindruckende Feier endete mit zwei Signalen der Jagdhornbläser. og

 


Fledermaus-Hotel" wurde renoviert

Schautafeln der "Wildland-Stiftung Bayern" informieren über die Säugetiere

15.09.10|

Bad Aibling/Bad Feilnbach - Die Jagdgruppe Bad Aibling hatte im Jahr 2001 den Trafoturm an der Kreuzstraße (Bad Feilnbach) in ein "Fledermaushotel" umgebaut. Der damalige Vereinsvorstand Hermann Kreil hatte von Eon dazu die Genehmigung erhalten. Geraume Zeit zuvor hatten die Mitglieder der Aiblinger Jagdgruppe in Högling einen nicht mehr benötigten Schlauchturm der Feuerwehr mit speziellen Kästen für Fledermäuse versehen.

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Feierlicher Anlass: Jäger Bernd Schumacher (links) mit einigen Jägern und Dr. Wolfgang Schiefer (Vierter von rechts) vor dem renovierten "Fledermaushotel". Foto Gilg

Der Zahn der Zeit ging an dem "Fledermaus-Hotel" in Kreuzstraße nach Feststellung des derzeitigen Vorstandes der Aiblinger Jäger, Bernd Schumacher, nicht spurlos vorüber. Mit Jägern, die nicht nur mit dem Gewehr, sondern auch mit Säge, Hobel und Hammer umgehen können, wurde das Trafohäuschen unter Anleitung von Biologen der "Wildland-Stiftung Bayern" so hergerichtet, dass sich dort Fledermäuse halten können und wohl fühlen.

Auf einer kleinen, von der Wildland-Stiftung aufgestellten Schautafel auf dem gegenüberliegenden Grundstück des Hotels Maximilian erfahren Interessenten einiges über die kleinen nachtaktiven Säugetiere.

Die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten war Anlass, dass Schumacher Vorstandsmitglieder und an den Arbeiten beteiligte Mitglieder mit Dr. Wolfgang Schiefer vom Verein "Wildland-Stiftung Bayern" und Mitglied der Jägervereinigung Rosenheim zum Treffen einlud.

Schumacher dankte bei dieser Gelegenheit allen Helfern, die sich um die Erhaltung des "Fledermaushotels" annahmen und der Besitzerin des Hotels Maximilian für ihr Entgegenkommen. Schumacher erfuhr von der Biologin Patricia Weindl, dass sie drei Arten von Fledermäusen in dem Gebäude feststellen konnte und sie weiterhin dort Forschungsarbeiten betreiben will.

Dr. Schiefer lobte die Arbeiten, sprach von der Notwendigkeit Naturschutz zu betreiben und der Verpflichtung der Jäger dem Wild und den Menschen gegenüber. Mit einem Blick auf den Schatzmeister der Jagdgruppe Bad Aibling, Winfried Hamann, bat er, dass die wissenschaftliche Untersuchung von den Jägern auch finanziell unterstützt wird. og

 


Jäger: Lebensraum der Tiere erhalten

05.05.10|

Dass die Jäger sich bemühen, auch den Belangen der Waldbesitzer und Landwirte gerecht zu werden, wurde bei der Jahresversammlung der Jagdgruppe Bad Aibling im Gasthaus Kriechbaumer (Mietraching) deutlich. Mit Interesse verfolgten die Teilnehmer zudem den Vortrag "Jagd und Landwirtschaft" von Landwirtschaftsdirektor a.D. Dr. Eckard Zeltner.

Für ihre Vereinstreue wurden sie alle geehrt. Foto Gilg

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Für ihre Vereinstreue wurden sie alle geehrt. Foto Gilg

Bad Aibling - Bei seinem Jahresbericht ging Vorsitzender Bernd Schumacher auf den erfolgreich durchgeführten Hundeabrichtkurs ein. Seinen Mitgliedern riet er, das neu gekaufte Radiumzählgerät, das bei Dr. Burkhard stehe, zur eigenen Kontrolle des Rehfleisches zu nützen.

Interessante Begegnungen hatten die Jäger mit Schulkindern. Ihnen wurde mit Schautafeln und Tierpräparaten einiges über die Natur im Wald vermittelt, was Schumacher auch fortsetzen will. Für heuer ist eine Eulenausstellung geplant.

Viel Zeit wendete Schumacher für den Besuch von Hegeschauen bei anderen Jagdgruppen auf, für Vorstandssitzungen, Hegeringversammlungen, der Jägermesse auf dem Kehlsteinhaus und verschiedenen Seminaren. Er ließ sich zudem als Schießaufsichtsleiter ausbilden. Bedauert wurde, dass das Interesse der Jäger für Schießveranstaltungen nicht groß sei.

Wie beim kürzlichen Jägertag war auch bei anderer Veranstaltung die Selbstständigkeit des Bayerischen Jagdverbandes Thema Nummer eins. Ein Höhepunkt im Jagdjahr war die Hubertusfeier in Weihenlinden/Högling. Der Jägertag in Erding mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner war laut Schumacher nicht erbaulich: Das Thema "Wald und Wild" müsste mit dem Minister noch ausdiskutiert werden.

Schatzmeister Winfried Hamann konnte über ein zufriedenstellendes Gesamtvermögen berichten. Revisor Franz Gasteiger, der mit Willi Geiger die Kasse prüfte, lobte die Kassenführung.

Mit vielen Statistiken und Schautafeln referierte Dr. Eckhard Zeltner über die Jagd und die Landwirtschaft. Er ging dabei auf die unterschiedliche Nutzung der Flächen ein und stellte fest, dass die Äsungsbereiche zurück gingen, das Schwarzwild an einigen Orten beängstigend zunehme und große Schäden verursache. Die Äsungsflächen würden auch weniger, weil einige Betriebe expandierten und die Anbauflächen (Monokultur) sich änderten. Zeltner riet zu Gesprächen zwischen Jägern und Landwirten, um den Lebensraum der Tiere zu erhalten.

Für 25-jährige Vereinstreue wurden abschließend Mitglieder geehrt: Rüdiger Czajor, Franz Gasteiger, Max Huber, Bernhard Kneifel, Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, Günther Mark, Willi Murnauer, Emmeran Ostermeier, Rudolf Throl, Nikolai Tomschiczek geehrt. 40 Jahre gehören der Jagdgruppe Franz Appel, Anton Hinterholzer, Werner Junkenitz, Josef Krinner, Siegfried Seidl, Horst Semmelrock und Lorenz Spiel an. Ein halbes Jahrhundert schon halten dem Verein Nikolaus Gambos sen., Josef Poxleitner und Josef Steiner die Treue. Sie wurden mit Urkunden und Abzeichen geehrt.

Mit einem von den Jagdhornbläsern geblasenen letzten Halali war eingangs der an sieben verstorbenen Mitglieder gedacht worden. og

 


OVB 08.03.2010

Jagdjahr erfüllte die Erwartungen

Wie war das Jagdjahr 2009/2010? Bei der Pflichthegeschau der Jagdgruppe Bad Aibling im Gasthaus Kriechbaumer (Ellmosen) gab es nur eine Antwort: erfolgreich. Der dreijährige Abschussplan wurde erfüllt, 4448 abschusspflichtiges Rehwild erlegt. Und: Beim Leitriebverbiss durch Rehe gab es eine Verbesserung.

Werner Lechner (Mitte) ehrten Vorstand Schumacher und Präsident 
Dr. Vocke mit dem Wildhegeabzeichen. Foto Gilg

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Werner Lechner (Mitte) ehrten Vorstand Schumacher und Präsident Dr. Vocke mit dem Wildhegeabzeichen. Foto Gilg

Bad Aibling - Als erfreulich bezeichnet es der Vorsitzende der Jagdgruppe, Bernd Schumacher, dass bei der Bewertung der Trophäen sechs goldene, 17 silberne und 39 bronzene Medaillen vergeben wurden. Gezeigt wurden auch Trophäen von alten Böcken. Zu den Erfolgen und der Hegeschau gratulierte Landtagsabgeordnete und Landesbäuerin Annemarie Biechl. "Zu einem guten Wald brauchen wir die Jäger", erklärte sie und bewertete den Wechsel in der Vorstandschaft der Jagdgruppe - von Hermann Kreil auf Bernd Schumacher - als gelungen. Kreil war 32 Jahre lang Vorsitzender. Für dieses Engagement dankte ihm Biechl und schätzte es sehr, dass ihm dafür bereits die goldene Ehrennadel verliehen wurde. Auch der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer würdigte Kreils Arbeit. Dritter Bürgermeister Otto Steffl sprach die 4100 Hektar große Fläche an, die die Stadt mit viel Wald und vielen Feldern habe; auch lobte er die Jugendarbeit in der Jagdgruppe und deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in der Stadt.

Anhand von Grafiken erläuterte der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, Dr. Georg Kasberger, eine Reihe von Baum-Gutachten. Bei allen Arten seien erfreuliche Ergebnisse festgestellt worden. Hervorgehoben wurde zudem das gute Ergebnis in der Hegegemeinschaft Dettendorf.

"Im Mangfall-Tal gibt es mit den Jägern und deren Jagden keine Probleme", so der Leiter der Unteren Jagdbehörde, Gerhard Prentl. Er sprach überdies die Feststellung von Wolfsspuren im Inntal an und angestrebte Änderungen bei der Erstellung des Vegetationsgutachtens. Die teils unterschiedlichen Vegetationsgutachten und Verbissgutachten von benachbarten Jagdrevieren kritisierte der Jagdberater der Unteren Jagdbehörde, Vitus Gasteiger. Ihm zufolge wurden im Jagdjahr beim Wild 468 Böcke, 400 Geißen und 386 Kitze erlegt, dazu Fallwild (270). Unter dem nicht abschussplanpflichtigen Wild befanden sich 44 Feldhasen, 518 Füchse, 41 Steinmarder, 96 Dachse, 52 Ringeltauben, 22 Graureiher, 315 Stockenten, 66 Lachmöwen, 64 Elstern, 83 Eichelhäher und 706 Rabenkrähen. Schwarzwild kam den Jägern nicht vor die Flinte. Respekt vor den Ergebnissen der Jäger im Landkreis zollte der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke. "Die Welt ist hier in Ordnung", so Vocke, der die Selbstständigkeit des Bayerischen Jagdverbandes für notwendig hält, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Er ging auch auf die wachsende Bürokratie, das Schießwesen, das rechtliche Verhalten bei Wildunfällen und die Entwicklung des Waldbestandes ein.

Für seine verdienstvolle Arbeit als Jäger wurde Werner Lechner von Dr. Vocke und Schumacher mit einer Ehrenurkunde und dem Wildhegeabzeichen geehrt. Umrahmt wurde die Hegeschau von den Jagdhornbläsern. og




OVB  15.11.2009

Feier für den Schutzpatron

Bad Aibling - Weit hörbar waren die Signale der Aiblinger Jagdhornbläser zu hören, die vor der Weihenlindener Kirche zum feierlichen Gottesdienst einluden Dabei wurde besonders der Schutzpatron der Jäger geehrt und der Schutz der Natur, der Tiere und auch der Jäger erbeten. Pfarrer James ging in seiner Predigt kurz auf die Legende des Schutzpatrons der Jäger ein. "Auf auf in Gottesnam'" sangen die Sänger der Lyra Lohholz zu Beginn der kirchlichen Feier, die sie mit den Jagdhornbläsern musikalisch gestalteten.
Die Jagdhornbläser luden zum Gottesdienst Fotos Gilg

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Die Jagdhornbläser luden zum Gottesdienst Fotos Gilg

Willkommen hießen auch die Wirtsleute vom Bartlwirt in Högling die Jäger und Jägerinnen, die mit einigen Gästen kamen, um sich zu stärken und sich über das abgelaufene Jagdjahr zu unterhalten. Als Erster Vorsitzender der Jagdgruppe sprach Bernd Schumacher über den Begriff "Jagd", zu dem das Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen, Fangen jagdbarer Tiere gehört. Die Jagd bezeichnete er als eine jahrtausendalte Betätigung des Menschen. Schumacher sprach auch die Entwicklung der so genannten Weidgerechtigkeit, die als jagdliches Moralgesetz bezeichnet werden kann.

Er überreichte eine Ehrenurkunde an Hildegard Urian für außergewöhnliche Verdienste um das jagdliche Brauchtum in Bayern. Mit dem Ehrenzeichen in Silber wurde Herbert Brenner sen. für Verdienste um das Jagdwesen in Bayern ausgezeichnet. Zur Freude der Gäste zeigten die Jugend und die Aktiven des Trachtenvereins Edelweiß einige Plattler und Tänze. Lustige Lieder von der Jagd sangen die "Sundergauer Sänger". og



OVB 21.04.2009

Ehrung vom Jagdpräsidenten

Hohe Auszeichnung für Hermann Kreil, Vorstand der Jagdgruppe Bad Aibling: Er erhielt vom Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, für seine Verdienste das BJV-Ehrenzeichen in Gold. Zugleich wurde er zum Ehrenvorstand der Jagdgruppe ernannt. Kreil führte fast 32 Jahre erfolgreich die Jagdgruppe, die er in einem desolaten Zustand übernommen hatte. Nun kandidierte er nicht mehr. Zum Amtsnachfolger wählte die Jahresversammlung Bernd Schumacher.

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Prof. Dr. Vocke würdigte bei der Versammlung im Gasthaus Kriechbaumer in Mietraching das außergewöhnliche Engagement von Kreil. Stehend applaudierten die Versammlungsteilnehmer, als Vocke Kreil das BJV-Ehrenzeichen in Gold ansteckte.

Als freundlich, besonnen und kompetent bezeichnete der Leiter des Sachgebietes für Jagd (Landratsamt Rosenheim), Gerhard Prentl, die langjährige Zusammenarbeit mit Kreil bei verschiedenen Projekten. Lob für seine kameradschaftliche und loyale Zusammenarbeit zollte der Vorsitzende der Jägervereinigung Rosenheim, Werner Zwingmann, seinem Jagdfreund Kreil. Mit einem geblasenen Signal und einem Geschenkkorb sagten die Jagdhornbläser ihrem Förderer und Gönner Dank.

In seinem Tätigkeitsbericht hob Kreil zunächst die gute Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Vorstandes, Hegeringsleitern, Jägern, Waldbesitzern, Landwirten und Behörden hervor. Ihm zufolge hat sich das Problem mit den freilaufenden Hunden gebessert - was er auf die von der Stadt angebrachten Schilder zurückführte. Überdies habe sich durch sorgfältige und saubere Verarbeitung die Wildbretvermarktung gut eingeführt. Um sofortige Mitteilung bat er, wenn Schwarzwild auftreten sollte.

Kreil informierte die Jäger zudem darüber, dass sie zehn Euro für erlegte Füchse und Comorane erhalten würden, wenn sie diese beim Wertstoffhof ablieferten. Erl informierte überdies die Jäger über die Bestellung eines Messgerätes, mit dem die Strahlenbelastung (Becarel-Werte) bei Wildfleisch festgestellt werden können. Zur kostenlosen Messung habe sich der örtliche Jäger und Fachtierarzt Dr. Armin Burkhard bereit erklärt.

Einen nicht alltäglichen Kassenbericht gab Schatzmeister Winfried Hamann ab. Damit der Verein «finanzamtsgerecht wurde» - der Kassenstand war für das Prädikat «förderungswürdig» zu hoch -, tätigte die Gruppe Ausgaben und kaufte neue Lichtreflektoren. Diese brachte man entlang der Straßen an. «Die Strahler haben sich bewährt, es ereigneten sich seit Beginn dieser Aktion weniger Wildunfälle», erklärte Kreil. Derzeit gehören der Jagdgruppe 253 Mitglieder an, wobei sehr viele Jäger über 80 Jahre alt sind.

Einen anschaulichen Vortrag hielt Prof. Dr. Vocke, über das gesellschaftliche Umfeld der Jäger. Vocke ging dabei unter anderem auf die Interessenvertreter der Jäger, das Revierjagdsystem, das Waffengesetz, die Wildschadensregelung, den Waldumbau und die Einheit Mensch/Wild/Waldklima ein. Abschließend legte Vocke den Naturschutzaspekt durch die Jäger dar.

Für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit wurden zudem geehrt: Hubert Seethaler (50 Jahre), Franz Bauer, Hermann Janko, Josef Millauer, Franz Osterhuber senior, Hans Stahuber und Luwig Wölfl (alle 40 Jahre). Die silberne Ehrennadel des BJV erhielten die langjährigen Vorstandmitglieder Emmeran Ostermeier und Martin Kaffl.

Reibungslos verliefen die Wahlen. Für jede Position gab es nur einen Vorschlag. Ergebnis: neuer Vorstand Bernd Schumacher, Zweiter Vorstand Christian Hilz, Schatzmeister Winfried Hamann, Vertreter Wolfgang Straßer, Schriftführer Josef Englhart, Vertreter Bertin Meierin, Revisoren: Franz Gasteiger und Willi Geiger. og




OVB 17.03.09

Jagd eine verantwortungsvolle Arbeit

Die Pflichthegeschau, zu der die Jagdgruppe in das Gasthaus Krichbaumer in Ellmosen eingeladen hatte, bezeichnete deren Vorsitzender Hermann Kreil als einen Tag der Freude.

Kreil konnte mitteilen, dass die Jägerinnen und Jäger der Hegegemeinschaft den Abschussplan, der von den Waldbauern erwartet wird, wieder erfüllt hätten - zu nahezu 100 Prozent. Dafür dankte er den Jägern. Mit mehr als 500 ausgestellten Trophäen wurde diese Aussage unterstrichen. In ihrem Grußwort bezeichnete es die Landtagsabgeordnete und Landesbäuerin Annemarie Biechl als eine Freude, dass das Jagdjahr 2008 frei von Unfällen verlaufen ist und der Abschussplan erfüllt wurde. Die immer mehr und schwieriger werdende Arbeit der Jäger bezeichnete sie als wertvoll, da Jagdrecht mit Naturrecht eng verbunden sei. Konträres Verhalten zwischen den Jägern und Waldbesitzern darf es nach ihrer Meinung nicht geben.

Von einer guten Zusammenarbeit mit Landrat Josef Neiderhell, der zum ersten Mal an der Pflichthegeschau der Aiblinger Jagdgruppe teilnahm, sprach Kreil. Neiderhell, der seinen Worten zufolge in seiner Jugend auch selbst auf die Jagd gegangen war, dankte den Jägerinnen und Jägern für ihre gute Arbeit und verabschiedete sich mit «macht's so weiter» von der Bühne.

Als Vertreter der Stadt, die den meisten Grundbesitz im Bereich der Aiblinger Jagdgruppe hat, versicherte Bürgermeister Felix Schwaller, dass er die Probleme der Jäger kenne. Auch er dankte den Jägern für ihre Arbeit und motivierte sie, dieser auch weiterhin nachzugehen.

Gute Zusammenarbeit mit Kreil bestätigte der Leiter der Unteren Jagdbehörde, Gerhard Prentl, der Aiblinger Jagdgruppe. Für notwendig hält es Prentl, dass die Jäger an den Waldbegehungen zur Erstellung des Vegetationsgutachtens beteiligt würden.

Dass die Klimaveränderung auch in unseren Wäldern nicht zu übersehende Spuren hinterlässt, davon berichtete der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, Dr. Georg Kasberger. Statt der Fichte sollten andere Bäume (Buche, Tannen) für einen Umbau der Wälder verwendet werden, wozu die Waldbauern unterstützt werden müssten, erklärte er.

Dass der Abschuss beim Rehwild mit 94,0 Prozent erfüllt wurde, darüber berichtete Andreas Öckl. Dabei wurden in der Hegegemeinschaft 444 Böcke, 363 Geißen und 398 Kitze erlegt. Dazu kommen noch 234 Stück Fallwild, Haar- und Federwild.

Von dem Druck, unter dem die Industrie und Landwirtschaft stehe, sprach der stellvertretende Vorsitzende des BBV-Kreises Rosenheim, Leonhard Kriechbaumer. Er ging auf das Vegetationsgutachten und die Erfüllung des Abschussplanes ein und sprach von der Notwendigkeit, dort stärker einzugreifen, wo es notwendig sei, damit im Wald eine Kulturverjüngung stattfinden könne.

Mit Interesse verfolgten die Jäger den Vortrag von Dr. Josef Bauer, der über die Ursachen des gravierenden Rückgangs des Niederwildes und die Erstellung des Vegetationsgutachtens sprach und dabei feststellte, dass die Jagd eine ernst zu nehmende und verantwortungsvolle Arbeit sei und dabei Wald vor Wild gehe. og



OVB vom  06.11.2008

Traditionelles Gedenken an verstorbene Jäger und Jagdgenossen

Wie es seit vielen Jahren Tradition ist, so wurde auch diesmal der verstorbenen Jäger und Jagdgenossen in Waschbrunn am Fischerkreuz gedacht.

Mit einem weit hörbaren Signal begrüßten die Jagdhornbläser die Gäste, die sich bei klarem Sternenhimmel vor dem Kreuz versammelt hatten. Der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Hermann Kreil, erinnerte in seiner Rede daran, dass gleichzeitig auch des Namensfestes vom heiligen Hubertus gedacht wird, der auch Schutzpatron der Jäger ist. Der November sei eine Zeit, um der Toten zu gedenken und zugleich auch selbst einmal inne zu halten. Mit dem Fürbittegespräch bat Kreil um die Erhaltung von Wald und Wild und auch darum, dass die Jäger waidgerecht jagten. Dank sagte er Dr. Eduard Weber, der seit mehr als zwei Jahrzehnten dieses Fest organisiert. Mit dem Glaubenbekenntnis, Gebeten und Signalen der Jagdhornbläser endete die Feier. Foto Gilg


OVB vom  06.05.2008

Freilaufende Hunde bereiten Jäger Sorgen


Mit dem Begrüßungs-Signal der Jagdhornbläser w
urde die Jahresversammlung der Jagdgruppe Bad Aibling im Saal des Gasthauses Kriechbaumer in Mietraching eröffnet.
Neben der Ehrung langjähriger Mitglieder bildete die Satzungsänderung, um die Förderungswürdigung zu erhalten, den Schwerpunkt.

 Bad Aibling - Hermann Kreil gab eingangs einen kurz gefassten Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Er sprach von einer guten Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Vorstandes und den Hegeringleitern. Positiv und zufriedenstellend sei der Abschussplan erfüllt worden. Kritik übte Kreil an Biogasanlagen, die nach seinem Dafürhalten auch ein Problem für die Jagd werden können. «Essen wäre wichtiger als Benzin», so Kreil.

Ein «Dauerbrenner» seien für das Wild immer wieder freilaufende Hunde, die schon bei einer Größe von 40 bis 50 Zentimeter in der freien Natur angeleint sein müssen. Kreil sprach die von der Stadt erlassene Satzung für Hundehalter an und bat, Probleme möglichst mit Hundehaltern in Güte zu beheben.

Ein nicht alltägliches Problem brachte bei den Jägern das angewachsene Guthaben, auf welches das Finanzamt reagierte. Um die Gemeinnützigkeit zu erhalten, müssten sinnvolle Aktionen ausgeführt werden, um dieses in Grenzen zu halten. Angegangen wurde bereits eine Aktion, mit der möglichst viele Wildunfälle vermieden werden können. «An besonderen Gefahrenstellen werden Wildwarn-Reflektoren angebracht», so Kreil. Dabei hob er das Engagement der Volks- und Raiffeisenbanken in Bad Aibling und Großkarolinenfeld hervor, welche die Aktion mit 10000 Euro unterstützen.

Die von Kreil vorgetragene Ergänzung der Satzung wurde einstimmig angenommen. Sie wurde wegen der Anerkennung der Gemeinnützigkeit notwendig.

Erlegte Füchse müssen laut Kreil dem Veterinäramt in Bad Aibling von Montag bis Freitag 12 Uhr abgegeben werden. Nach dieser Zeit können sie dort verpackt mit einem Zettel versehen hinter dem Haus am Kellerabgang abgelegt werden. Ein Hinweis ist im Briefkasten zu hinterlegen. Die Aktion ist notwendig, da bei toten Tieren eine Staupe festgestellt worden sei, die auch für Hunde und Katzen übertragbar sein kann. Sollte dieser Fall an einem Sonntag auftreten, ist dies unter Telefon 08031/3927010 im Landratsamt Rosenheim zu melden. Festgestellt wurde, dass Füchse, Dachse und Marder, die sich artfremd und merkwürdig verhalten, meistens am gleichen Tag tot aufgefunden werden und diese auch an Staupe erkrankt waren.

Sollte im eigenen Revier Schwarzwild auftreten, dann müssen auch die benachbarten Reviere verständigt werden, um Schäden möglichst zu vermeiden. Kreil, der auch seine Öffentlichkeitsarbeit ansprach, nannte den Ausbau der Akzeptanz bei der Bevölkerung als eine große Aufgabe.

Über Einnahmen und Ausgaben berichtete auf Cent und Euro Schatzmeister Winfried Hamann. Derzeit gehören der Jagdgruppe 395 Mitglieder an. 74 davon sind keine Jäger und scheiden nach drei Jahren aus.

Die beiden Vorsitzenden Hermann Kreil und Martin Kaffl ehrten sodann für 50-jährige Mitgliedschaft Willi Geiger. 40 Jahre gehören der Jagdgruppe Fritz Glück, Michael Gruber, Johann Pritzl, Georg Rottmayr, Josef Schindecker und Georg Viehhauser an. An Fritz Anderl, Josef Binder, Karl Fischbacher, Johann Kink, Ludwig Gerhard, Erwin Röglinger, Bernd Schumacher, Anette Wiesener und Fritz Zehtmair wurden Ehrenurkunden und Medaillen überbegeben.

Konrad Löhnert aus Bayreuth hielt abschließend einen Erfahrungsbericht über die von ihm entwickelten Wildwarn-Reflektoren und die erfolgreiche Reduzierung von Wildunfällen. og



OVB vom 18.03.2008

Wald, Jagd: Stück bayerischer Heimat

Bad Aibling/Ellmosen - Bei der Pflichthegeschau und Jahresversammlung der Jagdgruppe Bad Aibling wurden zahlreiche Trophäen der Hegegemeinschaften zur Schau gestellt.

Die Abschusserfüllung wurde laut dem Vorsitzender der Jagdgruppe Hermann Kreil- bezogen auf das jährliche Drittel - mit 95,4 Prozent erreicht. Jäger, Landwirte und Waldbesitzer sprachen von einer guten Zusammenarbeit.Die Landtagsabgeordnete und Landesbäuerin Annemarie Biechl würdigte die verantwortungsvolle Arbeit der Jäger, die ihr zufolge auch viel Freude und Vergnügen sein kann. Weiter erzählte sie, schon als Kind mit der Jägerei aufgewachsen zu sein, zudem mit einem Jäger verheiratet zu sein und im Landtag auch noch neben dem BJV-Präsidenten Professor Dr. Jürgen Vocke zu sitzen - sie wisse daher, «dass die Jäger nicht nur der Wilderei nachgehen, sondern mit Arbeiten in der Natur und im Umgang mit Landwirten und Waldbesitzern vielseitig beschäftigt sind».

Der scheidende Landrat Dr. Max Gimple sprach die Änderungen der zurückliegenden Jahre an. Sorge bereitete ihm eigenen Angaben zufolge die Bildung von «unschönen Gruppen» in der Gesellschaft, die selbst bei den Kommunalwahlen festzustellen gewesen seien. Lobend erwähnte Gimple, dass Kreil es als Vorsitzender der Jagdgruppe immer verstand, Konflikte friedlich zu lösen.

Der ebenfalls scheidende Zweite Bürgermeister der Stadt Bad Aibling, Roland Fortner, lobte die Aktionen, die von der Jagdgruppe in Schulen und auch für Senioren in den Altenheimen durchgeführt worden waren. Ein besonderes Lob erfuhren auch die Jagdhornbläser.

Dass die Welt im Landkreis Rosenheim und im Besondern bei der Jagdgruppe Bad Aibling «in Ordnung ist», stellte der Präsident des BJV, Dr. Jürgen Vocke, fest. Er sprach von den Herausforderungen im Parlament, der Reduzierung der Landwirtschaft und des Waldes als Lebensraum für das Wild. Als ein großes Problem bezeichnete Vocke das Aufkommen von Schwarzwild. In seiner engagierten Rede streifte Vocke den Klimaschutz, das Reitzthema Biber und das Naturschutzrecht. Thema des Referats war des Weiteren, das Bestehen der Jäger und Jagdgenossen als Partner in einer veränderten Agrarstruktur und die existentielle Herausforderung für die Jagd. Abschließend stellte Vocke fest, dass Wald und Jagd ein Stück der bayerischen Heimat sind.

Nach dem Bericht des Jagdberaters der Unteren Jagdbehörde, Vitus Gasteiger, wurden von der Hegegemeinschaft im Berichtzeitraum an Rehwild 463 Böcke, 534 Geißen und 465 Kitze erlegt. Vom nichtabschussplanpflichtigen Wild wurden Gasteiger zufolge drei Schwarzwildfrischlinge, 47 Hasen, 643 Füchse, 34 Steinmarder, 99 Dachse, 50 Ringeltauben, 369 Stockenten, 100 Lachmöwen und 726 Rabenvögel erlegt. «Es ist notwendig, dass wir das Schwarzwild in den Griff bekommen», so Gasteiger. Er bat die Jäger um Unterstützung, damit der durch Stürme geschädigte Wald wieder aufkommen könne. Unter den zahlreichen Trophäen befand sich auch ein seltener kapitaler «Perückenbock», den Franz Tuscher im Revier von Lorenz Spiel in der Hegegemeinschaft XI, Höhenrain II, erlegt hatte.

Weitere Grußworte sprachen Stefan Pratsch vom Staatsforst. Er berichtete von einem erfolgreichen Forstbetrieb. Sepp Spann stellte als Vorsitzender der Waldbauernvereinigung fest, dass das angestrebte Ziel gemeinsam erreicht worden sei. Gemeinsam den Wildbestand zu erhalten, sei die Aufgabe der Jäger, so der Vorstand der Jagdvorsteher, Max Lochner. Erfreut zeigte sich der Bauernobmann des Landkreises Rosenheim, Josef Bodmeier, dass die Jäger so aktiv sind, um dem Wald eine Chance zu geben. og



OVB vom 21.12.2007

Jagdkalender an die Schüler verteilt

Der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Hermann Kreil, verteilte an 14 Grundschulen im Altlandkreis Bad Aibling 75 Jagdkalender mit Bildern vom Alpenbock bis zum Auerhahn. Schirmherr der bayernweiten Aktion ist Forstminister Josef Miller. 

Nach den Worten des Ministers ist der Kalender ein wichtiger Beitrag, den Kindern die Tiere des Bergwaldes und der Gebirgslandschaften nahe zu bringen. Foto Gilg

  
 


OVB vom 07.11.2007

Schutzpatron um Beistand gebeten

Wie es Tradition ist, so feierten auch heuer die Mitglieder der Jagdgruppe Bad Aibling das Namensfest ihres Schutzpatrons Hubertus in der Wallfahrtskirche Weihenlinden und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Gasthaus Bartl mit zahlreichen Mitgliedern, Gästen und Ehrengästen.

Glockengeläut und von den Jagdhornbläsern gespielte Signale luden zum Gottesdienst ein, den Pfarrer James Chakkiath zelebrierte. Während der kirchlichen Feier trug der Vorsitzende der Jagdgruppe, Hermann Kreil, die Legende des heiligen Hubertus vor.

Nach den Fürbitten sangen die Mitglieder von Lyra Lohholz «Auf! Auf! In Gottes Nam'» und boten während des Gottesdienstes weitere Lieder wie das «Gloria in exelsis Deo» - passend zum Gottesdienst auch die Klänge der Jagdhornbläser.

Kreil dankte beim anschließenden gemütlichen Beisammensein Bruckmühls Bürgermeister Franz Heinritzi für die gute Zusammenarbeit mit den Jägern, während dieser sich freute, dass die Veranstaltung erneut «im ältesten Ort seiner Gemeinde» stattfand. Zudem gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Jägerschaft auch weiterhin «auf Flora und Fauna aufpasst».

Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl, erstmals als Gast bei der Feier, zeigte sich begeistert. Sie sei in -ihrer Heimat «mit zahlreichen Jagdtrophäen an der Wänden aufgewachsen», erzählte sie, kenne das Hund- und Jagdrecht, verzichte aber selbst auf die Jägerei. Als Landesbäuerin appellierte sie an die Jäger, mit den Landwirten zu sprechen und eine gute Zusammenarbeit zu pflegen - Wünsche, die auch der Kreisobmann des BBV, Sepp Bodmeier, äußerte.

Die Sänger der Lyra Lohholz erfreuten die Besucher unter anderem mit Liedern wie «Wann d'Mannerleut singen», «Es waren 12 Jäger» und zum Schluss mit dem Lied «Rosemarie» unter Leitung von Susanne Sedlbauer. Viel Beifall bekamen auch die Kindergruppen des Trachtenvereins «Edelweiß» und die Jagdhornbläser unter Leitung von Herbert Brenner und Hildegard Urian. og





OVB vom 08.11.21007

Gedenken an verstorbene Jagdgenossen

Weit hörbar waren die Signale der Jagdhornbläser, die zum Gedenken an die verstorbenen Jagdgenossinnen, Jagdgenossen und Jagdkameraden zum Fischerkreuz in Waschbrunn einluden.

Dr. Edmund Weber begrüßte die Teilnehmer und dankte den Jägern Hermann Kreil und Herbert Brenner für die Vorbereitungen. Dr. Weber sprach von der Tradition, Tote zu ehren, und was dies für deren Angehörigen bedeute. Kritisch sprach er die sogenannte multikulturelle Kultur an, bei der auf richterlichen Beschluss Kreuze aus Schulen entfernt werden müssten. Kreil sprach sodann die Bittgebete für die Jäger. Gemeinsam wurde mit Gebeten der Toten gedacht, bevor Siegfried Rass einige Gedanken zum christlichen Glauben und Tod vortrug. Foto Gilg







OVB vom 19.07.2007

Gelebter Naturschutz: «Testphase» für Vogelhäuser

Der passionierte Jäger Bertin Meierin (links) aus Brettschleipfen hatte in dem langen und schneereichen Winter 2005/2006 beobachtet, dass viele Singvögel in den Wäldern die Strapazen nicht überlebten oder scharenweise an die


Futterplätze des Rehwilds kamen. So motivierte er den ehemaligen Schreiner Heini Marx (rechts) aus Tuntenhausen, geeignete Vogelfütterhäuser zu bauen, die dann in Meierins Revier nördlich von Tuntenhausen aufgestellt werden sollten. Dafür sollen im kommenden Winter in einer Testphase fünf Häusl aufgestellt und mit artentypischem Futter versehen werden. Marx hat die Futterstellen so konstruiert, dass die Vögel sich auf einer Art Balustrade niederlassen können und von innen mindestens eine Woche Futter durch Schlitz in den Wänden nach außen gelangt. Sollten die Singvögel diesen Service annehmen, so ist der Bau weiterer Exemplare geplant. «Das ist gelebter Naturschutz» betonte Meierin und bedankte sich sehr herzlich bei dem Baumeister. foto breuer

 



OVB vom 17.07.2007

«Grünes Abitur» in neuem Gewand

«Wald vor Wild» lautet das erklärte Ziel der Forstwirtschaft. Sie sieht in der Jagd ein wichtiges Instrument zur Regulierung des Wildbestandes. Doch die Jäger leiden unter Nachwuchsproblemen.

Die neue bayerische Prüfungsordnung will hier Abhilfe schaffen: Mit organisatorischen Vereinfachungen, die den Zeitaufwand für Ausbildung und Prüfungen verringern.
Rosenheim/Landkreis - Eine Holzstange mit fünf Tierschädeln, die sich für den Laien kaum voneinander unterscheiden: Der angehende Jäger im Präparateraum des Rosenheimer Amtes für Landwirtschaft und Forsten identifiziert die Exponate trotzdem. Konzentriert ordnet er sie den jeweiligen Wildtieren zu, beantwortet Fragen zu Fortpflanzung, Lebensgewohnheiten und ökologischen Ansprüchen von Reh, Hase, Biber und Co.

Draußen vor der Tür steht Revierleiter Bernhard Egger mit der Stoppuhr in der Hand. Nach elf Minuten gibt er ein Signal: Zeichen für Prüfer und Prüflinge, dass nun die letzte Frage ansteht. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Manfred Depree, schlendert von Zimmer zu Zimmer, kontrolliert und koordiniert den Ablauf der mündlichen Prüfungen, die Fragen zu unterschiedlichen Sachgebieten rund um Wald und Flur, Jagd und Wild, Hundehaltung und Wildbiologie, Waffensicherheit und Jagdrecht umfassen. Das Niveau der Prüfung ist hoch, entsprechend hoch auch die Durchfallquote: «25 bis 30 Prozent schaffen es nicht», so die Erfahrung von Depree.

100 Jagdscheinanwärter haben sich diesmal den Fragen der vom Abteilungsleiter Forsten, Dr. Georg Kasberger, bestellten Prüfer gestellt, unter ihnen 15 Frauen. Das Durchschnittsalter der Prüflinge liegt zwischen 30 und 40 Jahren. Jüngere Frauen und Männer nehmen den Aufwand der langen, anstrengenden Ausbildung immer seltener auf sich, so Kasberger. Das liegt unter anderem am hohen Zeitaufwand, den junge Leute nicht leisten können oder wollen: Mindestens 120 Stunden müssen die Anwärter in ihre jagdliche Ausbildung investieren, tatsächlich sind es meist viel mehr. Dazu kommt der Unterricht im Büchsen- und Flintenschießen. Und nicht zuletzt das Büffeln daheim. Die Nachwuchs-Waidmänner erhalten eine umfassende Ausbildung über Wildbiologie, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Jagdpraxis und viele andere Themenbereiche.

Nach dem Pflichtausbildungskurs folgen schriftliche, praktische und mündliche Prüfungen, die es in sich haben: Nur wer dem hohen Niveau der Ausbildung gerecht wird, besteht das «grüne Abitur» und besitzt einen Anspruch auf Lösung des Jagdscheins. Dieser berechtigt zur Ausübung der Jagd, die ersten drei Jahre jedoch nur als Jagdgast bei Revierinhabern - eine Art «Probezeit» als Basis für die dann folgende «Jagdpachtfähigkeit».

Die knallharte Prüfungsordnung in Bayern hat in den vergangenen Jahren immer mehr Interessenten abgeschreckt. Die Folge: Ein ausgeprägter Jagdscheintourismus in andere Bundesländer, wo die Ausbildung zum Teil in «Crashkursen» vermittelt wird. Bei der zum Jahresanfang durchgeführten Reform in Bayern wurde inhaltlich zwar keine Abspeckung vorgenommen, so Kasberger. Auch die hohe Qualität ist geblieben. Doch der organisatorische und zeitliche Aufwand ist deutlich verringert worden. Während die Prüfungen früher nur an den Standorten der sieben Bezirksregierungen stattfanden, sind sie jetzt an die 16 bayerischen Ämter für Landwirtschaft und Forsten delegiert worden. Hier können die Jagdschüler auch die umfangreichen Präparatesammlungen besichtigen. Dazu kommt eine Optimierung der Prüfung selbst.

«Wir hoffen, dass sich das alles positiv auf die Bereitschaft, die Jagdausbildung zu absolvieren, auswirkt», beschreibt Kasberger das Ziel. Denn Jäger werden nach seinen Erfahrungen dringend gebraucht, um den verjüngten, standortgerechten und starken Mischwald, der in ganz Bayern aufgebaut wird, vor Verbiss zu schützen. Die Zusammenhänge zwischen der Jagd und dem Erhalt des Ökosystems Wald seien vielen Bürgern nicht ausreichend bekannt. Wer sich zum Jäger ausbilden lässt, muss sich deshalb nicht selten mit Vorurteilen aus der Bevölkerung auseinander- setzen. «Dabei leisten Jäger einen wertvollen, ehrenamtlichen Beitrag für unsere Gesellschaft und den Erhalt der Landeskultur», betont Kasberger.

Hauptmotiv der Anwärter, die meist für ein Jahr die Schulbank im Jagdklassenzimmer drücken, ist nach seinen Erfahrungen das Naturerlebnis im Wald. Das kann für die Mehrzahl der 100 Prüfungsteilnehmer, die in diesen Tagen die letzten Ausbildungshürden genommen haben, nun beginnen.


Von Heike Duczek



OVB vom 21.04.2007

Jäger auf Pirsch nach Mitgliedern

Bad Aibling (og) - Der Jahresversammlung der Jagdgruppe Bad Aibling ging heuer zum ersten Mal eine Waldbegehung im Maxlrainer Forst mit Dr. Erich Prinz von Lobkowicz voraus.

Bei seinem Jahresbericht sprach Vereinsvorstand Hermann Kreil von einem arbeitsreichen Jahr. Einige Mitglieder wurden für ihre langjährige Vereinstreue geehrt.

Traditionell eröffneten die Jagdhornbläserinnen und -bläser die Versammlung musikalisch. Das letzte Halali ertönte zum Gedenken an drei Jäger, die im abgelaufenen Vereinsjahr verstarben. Dank sagte Vorsitzender Kreil Prinz Lobkowicz, der die Jäger bei der Waldbegehung begleitete und sie über den Zustand des Waldes, die durch Unwetter erlittenen Schäden und den Wildbestand informierte.

Bei seinem Jahresrückblick sprach Kreil von der gewünschten und auch notwendigen Betreuung der Jägerinnen und Jäger, der Durchführung von fünf Vorstandssitzungen, dem Besuch der Bezirks- und Landestagung sowie die Teilnahme an Hegerschauen von anderen Jagdgruppen. Kreil appellierte an das Verhalten der Jäger, Fehlverhalten zu vermeiden. «Die Basis der Jäger muss ein positives Bild in der Öffentlichkeit abgeben», so Kreil. Die Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern und Hegerringleitern bezeichnete er als gut. Der Vorsitzende des Landesverband, Prof. Dr. Vocke, informierte darüber, dass das Problem mit der Abschaffung von Trophäenschauern momentan erledigt, jedoch nicht gänzlich vom Tisch sei. Das Schwarzwild, führte er weiter aus, stelle für das Gebiet der Aiblinger Jagdgruppe derzeit - insgesamt betrachtet - keine Gefahr dar. Kreil gab Ratschläge zur privaten Eigenvermarktung des Wildes. Dank erfuhren die Jagdhornbläser unter Leitung von Herbert Brenner und Hildegard Urian, die er als Aushängeschild der Jagdgruppe mit einem hohen Niveau bezeichnete. Einen ausführlichen Kassenbericht, der unterm Strich mit einer «schwarzen Zahl» endete, trug Kassier Winfried Hamann vor. Hamann appellierte zudem daran, junge Mitglieder zu werben. Von den derzeit 246 Mitgliedern seien allein 50 Prozent älter als 60 Jahre. Anerkennung fand die Kassenführung durch die Revisoren Franz Gasteiger und Emmeran Ostermeier.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Josef Riel, Max Stacheder und Heinz Zimmermann geehrt. Die Treuenadel für 25 Jahre erhielten Josef Englhart, Josef Forstner, Clement Neumeyer, Wolfgang Ott, Hans Pappenberger, Edwin Schön, Benno Stahuber, Macel Stigloher und Dieter Vetter angesteckt.

Das Schrotschießen findet am 16. Juni, 14. Juli, 1. September und 5. Oktober in Maxlrain statt. Der Termin für den Wildbretkochkurs mit der VHS steht noch nicht fest 

(mehr: www.Jagdgruppe-bad-aibling.de).




OVB vom 30.03.2007

Jäger erfüllten Abschussplan

Bad Aibling (og) - Bei der Hege- und Naturschutzschau der Jagdgruppe Bad Aibling wurden auch heuer zahlreiche Trophäen zur Bewertung vorgelegt. Bei der Bewertung der Trophäen wurden lediglich drei Gehörne mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

«Die guten Böcke werden immer seltener», so der Leiter der Bewertungskommission, Herbert Brenner. Beachtung fand der Vortrag über sachgemäße Rehwildernährung von Dr. Josef Bauer. Vier Jäger wurden zudem mit dem Wildhegezeichen geehrt. Der Abschussplan wurde zu 87,6 Prozent erfüllt.

Die Hege- und Naturschau wurde von den Jagdhornbläsern im voll besetzten Saal der Gaststätte Kriechbaumer in Ellmosen eröffnet. Der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Hermann Kreil, sprach die Aufgabe der Jäger an, den Wildbestand und den Zustand des Waldes festzustellen. Er wandte sich deutlich gegen die Abschaffung der Hegeschau.

Mit Bedauern stellte der Landtagsabgeordnete Sepp Ranner fest, dass sich große Teile der Bevölkerung von der Natur entfernten, Heimatbewusstsein und Brauchtumspflege notwendig seien. Er ging zudem auf die Bedeutung des Waldes und seine Entwicklung ein. Ranner sprach das neue Jagdschutzgesetz, die Erfüllung des Abschussplanes, den Freizeitdruck auf die Natur und die Jägerprüfung in anderen Ländern an. Die Jagd bezeichnet Ranner als Naturgut, lobte die Arbeit von Kreil und bat, die Wünsche der Bauern und Jäger zu vereinen.

Dank sagte Bürgermeister Felix Schwaller als Vertreter der Stadt den Jägern für die Hege und Pflege des Wildes. Die Stadt ist Schwaller zufolge mit 850 Tagwerk der größte Grundbesitzer im Gemeindegebiet.

«Wir haben wenig Probleme mit der Jagd und am wenigsten mit der von Bad Aibling», so der Leiter der Unteren Jagdbehörde, Gerhard Prentl. Er wisse, dass das Verbissgutachten im letzten Jahr nicht gut war und bat, wieder in Führung zu gehen. Prentl ging auf die notwendige Erfüllung des Abschussplans ein, sprach von beantragten Verlängerungen der Abschusszeit, der Erhaltung des Jagdscheines und des Rotwildes. Als Jagdberater ging Vitus Gassteiger auf das Vegetationsgutachten und das Verbissgutachten ein, das besonders gut im Hegering Dettendorf gewesen sei. Dass mit einer richtigen Fütterung einiges bewirkt werden könne, ist seine Meinung. Er teilte mit, dass der Abschlussplan mit 504 erlegten Böcken, 488 Geißen und 369 Kitzen zu 87,6 Prozent erfüllt worden sei.

Über den Wald und dessen Verjüngung referierte der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, Dr. Georg Kasberger. Den Verbisszustand bezeichnete er als nicht besorgniserregend. Weiter ging er auf das Problem des strengen Winters 2005/06 ein und sprach die Verbiss-Ergebnisse an.

Aus der Sicht der Waldbauern sprach Hans-Bürger Schuster von der Notwendigkeit des Verbissgutachtens, der Hilfe der Jäger beim Waldumbau und dem Aufkommen der Tanne, die für die Rehe ein Leckerbissen sei.

Fragen zur sachgemäßen Rehwildernährung beantwortete das Präsidiumsmitglied des BJV, Dr. Josef Bauer. Er streifte dabei die Verschiebung der Landnutzung, die unterschiedlichen Interessen der Nutzer und der Bevölkerung und ging dabei auch auf die Biotopverbesserung ein.

Dr. Bauer referierte ausführlich über die Ernährungsphysiologie der Rehe, die Wiederkäuer der besonderen Art seien, sprach dabei über den Nährstoffbedarf im Jahresverlauf und bat, Rehe im Januar nicht zu bejagen.

Er erklärte überdies, was eine Notzeit für Rehe sei, wann gefüttert werden könne und wie richtig gefüttert werden könne.

Abschließend ehrte Kreil die Jäger Anton Millauer, Thomas Rieder, Martin Gasteiger und Josef Kranner mit den Wildhegerabzeichen.
















OVB vom 15.12.2006

Lernstoff in Kalenderform

Der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Hermann Kreil (rechts, mit Walter Kuhnert, Schulleiter der Luitpoldschule) verteilte im Auftrag des Landesjagdverbandes 60 Kalender an 14 Schulen im Altlandkreis.

Die zwölf Kalenderblätter zeigen Tiere, die im Auwald leben, wie zum Beispiel einen Rothirsch, einen Waschbär oder eine Stockente. Texte sowie Themen wurden in enger Absprache mit dem Pädagogen und Schulleiter Jürgen Weißmann in weiten Bereichen auf den Lehrplan der dritten und vierten Grundschulklassen abgestimmt. Foto: Gilg


 

OVB vom 18.11.06

Jagd ein Teil der Landeskultur

Bad Aibling (og) - Dem heiligen Hubertus und Gott Dank zu sagen für ein gut verlaufenes Jagdjahr und beide um einen weiteren Schutz zu bitten, ist bei der Jagdgruppe Bad Aibling Tradition.
Viele Gäste nahmen an dem festlichen Gottesdienst in der Kirche von Weihenlinden und dem anschließenden Beisammensein im Gasthaus Bartl in Högling teil.

Die kirchliche Feier zelebrierte Pfarrer James. Aus den Fürbitten, die der Vorsitzende des Jagdverbandes, Hermann Kreil, sprach, wurde deutlich, dass die Jäger zum Schutz der Natur auch verständnisvolle Mitmenschen brauchen. Kreil trug die Legende des Schutzpatrons Hubertus vor. Musikalisch wurde der Gottesdienst, bei dem auch der Verstorbenen der Jagdgruppe gedacht wurde, von den Männern der Lyra Lohholz und den Jagdhornbläsern umrahmt.

Eine beachtliche Zahl an Ehrengästen fand sich dann beim anschließenden Zusammensein beim Bartlwirt ein. Eine besondere Ehre sei es für die Marktgemeinde Bruckmühl, dass die Jäger zum wiederholten Mal ihre Hubertusfeier hier abhalten, erklärte dabei Bruckmühls Bürgermeister Franz Heinritzi und lobte die gute Zusammenarbeit von Jägern und Fischern. Er erinnerte an die Gestaltung des alten Feuerwehrturmes in Högling. Er sei von den Jägern zu einem «Fledermaushotel» umgebaut worden.

«Mein Wunsch ist, dass Sie Freude bei der Ausübung der Jagd haben», so Bad Aiblings Zweiter Bürgermeister Roland Fortner, der zudem ein gutes Verhältnis mit den Landwirten und Waldbesitzern erhoffte.

Lob und Dank war aus dem Grußwort von Jagdpräsident Professor Dr. Jürgen Vocke für Kreil und seine Jäger zu hören. Er stellte fest, dass auch die Jagd zur Kultur eines Landes gehöre und kritisierte zugleich die Unsitten bei Treibjagden.

Ein unterhaltsames Programm boten Kinder und einige erwachsene Männer des Trachtenvereins «Edelweißer» mit ihren Tänzen und Plattlern, die Jagdhornbläser, die Lohholzer Sänger und Harry Reiser mit seinen heiteren Geschichten, mit denen er auch gezielt die Jäger ansprach.



OVB vom 06.11.2006

Jäger gedachten ihrer Verstorbenen

Traditionell gedachten die Mitglieder der Jagdgruppe Bad Aibling und deren Freunde am Hubertustag ihrer verstorbenen Jagdgenossen und Jagdkameraden am Fischerkreuz in Waschbrunn.
Weithin hörbar waren im Vorfeld bereits die Signale der Jagdhornbläser, die zu diesem Gedenken einluden und es im weiteren Verlauf auch musikalisch umrahmten (rechtes Bild). Als Vorsitzender der Jagdgruppe hieß Hermann Kreil (rechts) die Teilnehmer willkommen. Mit Bittgebeten bat er um Schutz bei der Jagd, dass waidgerecht gejagt, das Wild gehegt und die Natur geschützt und erhalten werde. Besonders wurde der kürzlich verstorbenen Annelore Weber im Gebet gedacht, vorgebetet von Siegfried Raß (links). Die Verstorbene war mit den Jägern und der Jagd durch ihren Ehemann Dr. Edmund Weber eng verbunden gewesen. Nach altem Brauch ließen viele Festteilnehmer den Abend in der Gaststätte Seiderer ausklingen. Fotos: Gilg



OVB vom 23.08.2006


Teufelsgeiger und Designer

Bad Aibling (og) - Spannende Erlebnisse hatten Kinder im Rahmen des städtischen Ferienprogramms diesmal in Wald und Flur, bei Tanz und Musik sowie beim Werkeln mit Holz.

Während des Revierganges mit Jäger Siegfried Briechle von der Jagdgruppe Bad Aibling erfuhren zehn Ferienkinder einiges über die Jagd und den Wald. Manche Kinder hatten das Glück, dass sie am Anfang des Revierganges noch ein Reh quer durch die Wiese zum Wald ziehen sahen. Den anderen konnte der Jäger Fährten der dort vorkommenden Tiere, die Eingangsröhren eines Fuchsbaues, eine Spechtschmiede und vom Borkenkäfer befallene Bäume zeigen. Briechle erzählte auch vom Fuchsbandwurm, die im Winter notwendige Fütterung des Rehwildes und den im Waschbrunner Revier einst vorgenommenen Torfabbau für den Hausbrand. Zum Schluss an der Jagdhütte testete er die Kinder, ob sie an Zweigen erkennen können, um welchen Baum es sich handelt.
Die Teilnahme an den Breakdanceveranstaltungen im Jugendtreff «Kick» war groß. Selbst die kleinsten Ferienkinder machten mit, um unter Anleitung die ersten Schritte des fast akrobatischen Tanzes lernten.
Das Musikforum Pianoforte machte zum ersten Mal beim Ferienprogramm. Die Kinder bekamen unterschiedliche Instrumente, angefangen von der Gitarre bis hin zur Teufelsgeige in die Hand, um damit zu spielen. Wenn die Töne auch nicht immer exakt waren, so verlief die Veranstaltung harmonisch. Den Kindern wurde Wissen über die Musik und Instrumente vermittelt.
Mit Eifer sägte Magdalena an ihrem Schmuckstück aus Holz. Schreinermeister Christian Schwarzer hatte neun Kinder in seine Werkstatt eingeladen, um unter seiner Anleitung Schmuck aus Holz zu fertigen.




 OVB  vom 16.08.2006

Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

Für langjährige Tätigkeit im Ehrenamt hat Landrat Dr. Max Gimple Herrmann Kreil aus Kolbermoor das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber verliehen.
Kreil, der mit Bürgermeister Peter Kloo ins Landratsamt gekommen war, ist seit 1978 Erster Vorsitzender der Jagdgruppe Bad Aibling e.V.. In seiner langjährigen Tätigkeit setzte er eine Reihe von Schwerpunkten. Die Mitgliederzahl wurde in dieser Zeit verdoppelt. Zu seinen Aktivitäten gehört auch ein Ferienprogramm für Kinder ab dem vierten Schuljahr zum Thema: «Der Wald mit seinen Pflanzen und Tieren und deren Bedeutung für uns Menschen». Dieses Angebot der Jäger ist heute bayernweit so beliebt, dass es von vielen Schulen als praktische Ergänzung zum Biologieunterricht gewünscht wird. Der 75-Jährige hielt alljährlich Vorträge in den Landwirtschaftsschulen Rosenheim und Wasserburg zum Thema: «Die Bedeutung der Jagd in unserer Gesellschaft». Durch sein Wirken und seine Einsatzbereitschaft, so der Landrat, sei das Image der Jäger in der Öffentlichkeit verbessert und das Verhältnis zwischen Jägern, Wald- und Grundbesitzern in ein verständnisvolles Miteinander gelenkt worden. Das Foto zeigt ihn zusammen mit dem Landrat (links) und Bürgermeister Kloo (rechts) bei der Übergabe der Auszeichnung im Landratsamt. Foto: Reisner


OVB vom 29.07.2006

Neue Unterkunft für Fledermäuse

Högling (og) - Zum zweiten Mal wurde im Bereich der Jagdgruppe Bad Aibling ein «Fledermaushotel» eingerichtet. Die erste Fledermausunterkunft, ein ehemaliges Trafohäuschen, steht an der Kreuzstraße in der Gemeinde Bad Feilnbach.
Sie wurde von den Tieren auch angenommen. Bruckmühls Bürgermeister Franz Heinritzi bot dem Vorsitzenden der Jagdgruppe Hermann Kreil jetzt den Schlauchturm in Högling als Unterschlupfmöglichkeit für Fledermäuse an.Kreil nahm sich umgehend der Umgestaltung an. Mit einem Kostenaufwand von 4000 Euro wurde der Schlauchturm mit ungehobelten Lärchenbrettern im oberen Teil verkleidet. Als Zuschuss können von der Regierung 75 Prozent erwartet werden. Der Rest kam mit Spenden zusammen.

Jüngst fanden sich nun Kinder und auch Eltern des Weihenlindener Kindergartens «Sonnenschein» vor Ort ein, um das neue Fledermaushotel zu besichtigen. Informationen über das projekt erhielten sie von der Diplom-Biologin Patricia Weiter von der Wildland GmbH. Sie unterrichtete über die geplante Maßnahme und erzählte Wissenswertes über den Nutzen der Fledermaus, von denen es allein in Miteleuropa 25 Arten gäbe.
Die Biologin informierte auch über die Ernährungsgewohnheiten der Tiere, welche Feinde sie hätten und betonte, wie schützenswert und nützlich sie seien. Zudem wurde eine Fledermauswanderung bei Anbruch der Dunkelheit durchgeführt.
In einer weiteren Aktion fertigten die Väter der Kindergartenkinder zwölf Feldermauskästen, die ebenfalls am neuen «Feldermaushotel» angebracht wurden. Drei davon befestigten jüngst Walter Führmann vom gemeindlichen Bauamt mit Hilfe von Kreil und Bürgermeister Heinritzi. Die Kindergartenkinder erfreuten zudem mit einem Lied.




OVB vom  05.05.2006


Hermann Kreil bleibt Vorstand

Bad Aibling (og) - Auf ein erfolgreiches Vereinsjahr blickt die Jagdgruppe Bad Aibling zurück. Dies wurde in der Jahresversammlung beim «Oberwirt» in Berbling deutlich.

Dort wurde Hermann Kreil mit seiner Vorstandsmannschaft auch einstimmig wiedergewählt. Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden zudem mehrere Mitglieder geehrt. Mit Interesse verfolgten die Anwesenden anschließend den Vortrag über «Hecken» von der Diplom-Biologin Patricia Weiner.

Eingangs honorierte der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Hermann Kreil, die Hegeringleiter und Vorstandmitglieder für ihre Mitarbeit. Gleichzeitig bedauerte er, dass von den 237 Mitgliedern nur 61 an der Versammlung teilnahmen. Zu Ehren von drei verstorbenen Jägern erklang das letzte Halali der Jagdhornbläser, die auch die Jahresversammlung musikalisch umrahmten.

Kreil ging anschließend auf die abgehaltenen Vorstandsitzungen ein. Die Hegeringschau muss nach seinem Dafürhalten beibehalten werden. Man müsse aber diese Schau mit aktuellen Themen bereichern. Kreil informierte zudem darüber, dass die Entsorgung der über 500 geschossenen Füchse sich bewährt habe. 30 Prozent der Füchse seien davon mit dem Fuchsbandwurm befallen gewesen. Keine aktuelle Gefahr gebe es derzeit mit Schwarzwild. Sobald es auftrete, müsse es sofort gemeldet werden.

Kreil sprach die Schwierigkeit mit dem Absatz von Wildbret an. Er riet, sich mit heimischen Gaststätten in Verbindung zu setzen, selbst mehr Wildbret zu verzehren, das Fleisch sorgfältig zu behandeln, es Vakuum zu verpacken und im Bekanntenkreis für den Verbrauch zu werben. Bei der Wahl der fünf Hegeringleiter gab es drei Veränderungen.

Kurz ging Kreil bei seinem Bericht auf die Durchführung des Ferienprogramms, die Hundeprüfung, Bezirks- und Landestagungen und das Fledermausprogramm in Högling ein. Lob zollte er zudem den Jagdhornbläsern für ihre Einsätze bei den unterschiedlichen Veranstaltungen. Thema des Jahresberichts war auch der Umgang mit wildernden Hunden und Katzen und das richtige Verhalten gegenüber der nicht jagenden Gesellschaft.

Beifall gab es für den Kassenbericht von Winfried Hamann. Durch den Zugang von 30 Mitgliedern konnte der Kassenbestand gesteigert werden. Ingesamt gehören 237 Mitglieder der Jagdgruppe an.

Zügig führte Siegfried Urgibl die anschließenden Neuwahlen durch. Einstimmig wurden Hermann Kreil (Erster Vorstand), Martin Kaffl (Zweiter Vorstand), Winfried Hamann (Kassier), Emmeran Ostermeier (Zweiter Kassier), Josef Engelhart (Schriftführer) Bertin Meierin (stellvertretender Schriftführer) Franz Gasteiger und Williger Geiger (Revisoren) gewählt.

Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit zeichnete Kreil überdies Peter Pfatrisch und Johann Ranner aus. 40 Jahre gehören der Jagdgruppe Herbert Brenner, Josef Kannler, Adolf Scheuring und Josef Schwarz an.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden mit dem Treuezeichen Dismas Drexler, Martin Eder, Max Grill, Georg Heinzel, Heinz Höfer, Josef Krabichler, Werner Lechert, Wolfgang Meiering, Johann Murnauer, Albert Niedermaier, Marianne Priller und Horst Willecke geehrt.

Anlässlich des Aktionsjahres «Hecke» referierte Diplom-Biologin Patricia Weiner zum Thema. Sie bat die Jagdgruppe, in das Programm Hecke einzusteigen. In ihrem Bericht machte sie deutlich, dass die Hecke zur regionalen Kultur gehöre und als Abgrenzung geeignet sei. Gleichzeitig sei die Hecke Schattenspender und biete Schutz vor Lärm und sei Zufluchtsort für zahlreiche Tiere. Die Referentin sprach auch von der Pflege der Hecke, die in Bayern gesetzlich geschützt sei. Abschließend gab sie Tipps, wie Fördermittel erreicht werden können.




OVB vom  13.03.2006

Hegeschau erhalten

Bad Aibling (og) - Die Auswertung und Bewertung der im vergangenen Jagdjahr erlegten Böcke stand im Mittelpunkt der Hege- und Naturschutzschau der Jagdgruppe Bad Aibling im Gasthaus Kriechbaumer in Ellmosen.

Wie alle Jahre war das Interesse auch von Behörden- und Vereinsvertretern an der Veranstaltung groß. Viel beachtet wurde der Vortrag «Wildbrethygiene» von Dr. Christian Otterbein vom Staatlichen Veterinäramt des Landkreises Rosenheim. Eine besondere Ehrung erfuhr Landtagsabgeordneter Sepp Ranner, der sich für die Interessen der Jäger seit Jahren im Landtag einsetzt.

Mit der Forderung, dass die Hege- und Naturschutzschau erhalten werden muss, war der Vorsitzende der Jagdgruppe Bad Aibling, Hermann Kreil, nicht allein. Auch Jagdberater Vitus Gasteiger bat die Landtagsabgeordneten Sepp Ranner und Annemarie Biechl, sich für die Erhaltung der Hege- und Naturschutzschau einzusetzen. Dass über den Verbiss noch keine Erkenntnisse vorliegen, führte er auf den vielen Schnee in den Wäldern zurück.

Dank sagte anschließend Kreil allen Jägern für die Erfüllung der Abschusszahlen. Er freute sich über das gute Verhältnis zwischen Jägern und Waldbauern. Viel Arbeit brachten ihm zufolge den Jägern der strenge und lange anhaltende Winter ein. «Unter diesen Bedingungen hat auch das Wild zu leiden», so Kreil.

Landtagsabgeordneter Sepp Ranner bezeichnete die Hegeschau als ein Forum, wo über die Erhaltung der Jagd gesprochen werden könne. Er sprach zudem das Jagdgesetz an und stellte die Frage: «Was wäre geworden, wenn der Naturschutz über den Abschuss zu bestimmen hätte?» Des Weiteren befasste sich Ranner mit dem im Landtag behandelten Hygienepaket, der Regelung der Jagdprüfung, der Vogelgrippe und den Problemen mit Schwarzwild. Ranner, der als Vertreter der Bauern für die gute Partnerschaft mit den Jägern dankte, bezeichnete die Jagd als ein Stück bayerischer Kultur.

«Es ist erfreulich, dass bei den Jägern Probleme öffentlich angesprochen werden», so Aiblings zweiter Bürgermeister Roland Fortner. Er ging kurz auf die Gefahr durch die Vogelgrippe ein und stellte fest, dass man sich auf die Sachkenntnis und die Fähigkeiten der Jäger verlassen könne.

Grüße des verhinderten Landrates Dr. Max Gimple übermittelte der Leiter der Unteren Jagdbehörde Andreas Oeckl. Er ließ wissen, dass Krähen weiterhin gejagt werden dürfen und im Raum Wasserburg im vergangenen Jahr vier Stück Schwarzwild erlegt wurden.

Mit 504 Böcken, 527 Geißen und Schmalrehen sowie 452 Kitzen wurde der Abschuss für das abgelaufene Jagdjahr erreicht. Erlegt wurden überdies 56 Hasen, 625 Füchse, 90 Dachse, 451 Stockenten, 46 Elstern und 120 Eichelhäher.

Über den Waldbestand und die neue Strukturierung der Forstverwaltung, jetzt Amt für Landwirtschaft und Forsten, unterrichtete anschließend Direktor Peter Fuhrmann. Gleichzeitig stellte sich der Leiter des Forstbetriebes Schliersee, Stefan Pratsch vor, dessen Bereich 34000 Hektar groß ist.

Als Vorsitzender der Waldbauern sieht Sepp Spann die angesprochene Verpachtung von staatlichen Wäldern als zukunftsfähig. Keine Probleme befürchtet er für den Wald durch den strengen Winter. Spann hält es für notwendig, dass die Partnerschaft zwischen Grundeigentümern und Jäger gestärkt wird.

Über eine besondere Ehrung freute sich abschließend Ranner. Kreil würdigten seinen vielseitigen Einsatz für die Jagdsache. Er steckte ihm im Auftrag des Bayerischen Jagdverbandes das silberne Ehrenzeichen an. Für außerordentliche Spenden wurden Bernd Schuhmacher und Martin Kaffl die Wildland-Spendernadel von der Wildland-Gesellschaft überreicht.

Mit großem Interesse verfolgten die Versammlungsteilnehmer den Vortrag von Dr. Christian Otterbein zum Thema «Wildbrethygiene». Der Referent ging dabei auf Gesetze, Wildbretkrankheiten, Fuchsbandwurm, Tollwut und Geflügelpest ein. Besonders angesprochen wurden dabei die Vermarktung von Wildfleisch, das Vorgehen beim Erlegen des Wildes, die Befreiung von der Untersuchungspflicht, Hygienevorschriften und Vermarktungsmöglichkeiten. Zum Thema Geflügelpest musste Dr. Otterbein bekennen, dass man über Kontakte von Tier und Mensch noch keine Erfahrungen habe. Von Fuchsbandwurm wisse man, dass jeder zweite Fuchs davon befallen sei, aber es bei Untersuchungen auf Tollwut nur negative Ergebnisse gebe.